Hier sind die an das Vereinsforum gerichteten Fragen

Vereinsausschluss wg. Beleidigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer Mitgliederversammlung wurde ich von einem
Mitglied beleidigt (du Depp). Was kann ich dagegen unternehmen? Die Vorsitzende
reagiert nicht auf meinen Antrag an den Vorstand auf Ausschluss des Mitglieds.
Danke.

MfG/ H. R.

Sehr geehrter Herr R.,

Stellen Sie einen schriftlichen Antrag an den Vorstand oder
ein anderes zuständiges Gremium, im Rahmen der Vereinsgerichtsbarkeit gegen den
Beleidiger vorzugehen. Dieses Gremium ist verpflichtet, ihnen seine
Entscheidung schriftlich mitzuteilen.

Wir empfehlen „Ehrenamtliches Vereinsmanagement“ (ISBN-13:
978-3945202364) mit mehreren Seiten Informationen zu diesem Thema erhältlich im
örtlichen Buchhandel, im Internetbuchhandel oder in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de   oder
als PDF Datei „Konflikte im Verein“ für 2,90 € unter http://www.vereinsofort.de


Erweiterung Vorstand ohne Satzungsänderung

Hallo,

ist es notwendig, eine Änderung des Aufbaus des Vorstandes
in der Satzung zu vermerken.

So bestand der Vorstand laut letzter Ausführung der Satzung
aus 1,2,3 Vorstand, dem Kassier und dessen Stellvertreter. Es war aber kein
Schriftführer angeführt. Wird der Vorstand nun um einen Schriftführer und
dessen Stellvertrtreter erweitert, muss das in der Neufassung der Satzung
vermerkt sein (z.B.  Neufassung 2019-§6
Vorstand im Verein), oder muss das nur im Vereinsregister oder nur im
Vereinsprotokoll vermerkt werden?

Mit freundlichen Grüßen

A. B.

Sehr geehrte Frau B.,

laut BGB muss die Zusammensetzung des Vorstandes in der
Satzung geregelt sein. Wenn laut Satzung bei ihnen der Vorstand aus drei
Mitgliedern besteht, kann ohne Satzungsänderung rechtswirksam nicht ein viertes
bestellt werden. Das Registergericht wird eine solche Eintragung ohne vorherige
Satzungsänderung ablehnen.

Wir empfehlen: „Der ehrenamtliche
Vereinsvorstand“, erhältlich für 9,95 € im örtlichen Buchhandel (ISBN
978-3945202395),
im Internetbuchhandel oder in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de

Einladung zur Mitgliederversammlung

Wenn der Termin zur Neuwahl in der Vereinszeitung für einen
bestimmten Fixzeitpunkt festgelegt ist und in der Satzung zusätzlich vermerkt
ist, dass der Termin der Mitgliederversammlung in der örtlichen Tagespresse 14
Tage vor Versammlung bekannt gegeben wird mit Tagesordnungspunkten, darf dann
eine Neuwahl vorgezogen werden ? Wenn ja, um welchen Zeitraum ? Wie müssen dann
die Mitglieder (über 1000) verständigt werden ? Müssen diese alle persönlich
verständigt werden, oder ist es diesen zuzumuten, dass sie sich ein halbes Jahr
in der örtlichen Presse über einen möglich verschobenen Termin erkundigen?
Reicht der Aushang im Verein, wenn niemals alle Mitglieder diesen lesen würden?

Mit freundlichen Grüßen

A. B.

Sehr geehrte Frau B.,

Die Form der Einladung zu einer Mitgliederversammlung ist in
der Satzung geregelt. Gegen diese Formvorschriften darf grundsätzlich nicht
verstoßen werden, wenn rechtswirksam Beschlüsse gefasst werden sollen. Soll
eine Mitgliederversammlung vorgezogen werden, ist erneut einzuladen. Sollen auf
dieser Versammlung Vorstandsmitglieder gewählt werden, ist dies in der mit der
Einladung versandten Tagesordnung anzugeben.

Wir empfehlen: „Die Mitgliederversammlung im Verein“,
erhältlich für 8,90 € im örtlichen Buchhandel (ISBN-13: 978-3945202388), im Internetbuchhandel oder in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de. Als
PDF Datei gibt es diesen Inhalt für 5,90 € unter http://www.vereinsofort.de


Verschwiegenheitspflicht des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe aufgrund von Differenzen mit der Vorstandschaft
meine Mitgliedschaft in unserem Musikverein (e.V. !) gekündigt. Mein Kündigungsschreiben
wurde von der Vorstandschaft kopiert und öffentlich -auch außerhalb des
Vereins- gemacht. Darf die Vorstandschaft mein Kündigungsschreiben
veröffentlichen ??

Ich selber bin Vorstand vom Sportverein. Die Differenzen
entstanden aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Vereinen.

Gruß A. K.

Sehr geehrter Herr K.,

der Vorstand alle in diesem Fall offensichtlich gegen die
Datenschutzgrundverordnung und seine Verschwiegenheitspflicht verstoßen, nach
der kein Vorstandsmitglied solche internen Vorgänge öffentlich machen darf.
Eine Ausnahme wäre gewesen, wenn in der Mitgliederversammlung entsprechende
Fragen gestellt worden wären oder der Vorstand diesem Vorgang in seinem
Rechenschaftsbericht erwähnt hätte. Sollten Sie durch diese Äußerungen (auch
finanziell) geschädigt worden sein, bleibt Ihnen unbenommen, gerichtlich gegen
den Vorstand vorzugehen. Wir empfehlen: „Meine Rechte als Vereinsmitglied“,
erhältlich für 9,90  Euro in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de, im
örtlichen Buchhandel (ISBN-13: 978-1549695070) oder im Internetbuchhandel. Die
gleichen Inhalte können Sie als PDF Datei für 4,99 € unter http://www.Vereinssofort.de downloaden.


Namensgebung

Guten Tag,

wir haben im vergangenen Jahr die I. Initiative  F. e.V. gegründet. Der Verein ist als
gemeinnützig anerkannt. Ziel des Vereins ist, die individuelle und
gesellschaftliche integrale Entwicklung durch Bildungsangebote und
Öffentlichkeitsarbeit zu fördern. Seit Januar 2006 haben wir Räume angemietet,
in denen wir die Verwaltung abwickeln und unsere Seminare anbieten.

Unser Wunsch-Vereinsname war eigentlich "I. Institut
F." gewesen. Dieser Name wurde vom Amtsgericht abgelehnt mit der
Begründung, dass wir keine Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung
vorweisen können. Wir sind gerade dabei, diese Verbindungen zu knüpfen, aber
womöglich gibt es eine einfachere Möglichkeit, den Namen Institut  zu führen.

1. Können wir den Namen "Institut" führen mit dem
Zusatz Trägerverein "?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Frau R.,

die Anerkennung eines
Vereinsnamens erfolgt durch den Rechtspfleger am Registergericht. Wir empfehlen
daher, eine Namensfindung vorher mit diesem abzustimmen.

Wir empfehlen: „Wie gründe ich einen Verein“, erhältlich für
14,85  Euro in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de oder
im örtlichen Buchhandel (ISBN-13: 978-3981197686)

Änderung der Tagesordnung

Einen guten Tag,

Ich wurde März des Vorjahres als 1. Vorsitzender eines Kleingartenvereins
für 2 Jahre wiedergewählt. Dieses Amt habe ich auf Grund verschiedener
Differenzen innerhalb der Vorstandschaft nach drei Monaten in einer
Vorstandssitzung niedergelegt, welches ab diesem Zeitpunkt durch den 2.
Vorsitzenden kommissarisch weitergeführt wurde. Durch den derzeitigen Vorstand
wird für den Monat März eine Mitgliederversammlung zum Zwecke einer Neuwahl
einberufen. In diesem Zusammenhang habe ich ein paar Fragen.

1. Muss ich bei Durchführung der Mitgliederversammlung mit
berücksichtigt werden?

2. Ist dieser Rücktritt nicht erst mit Bekanntmachung
innerhalb der Mitgliederversammlung gültig?

3. Wie wäre die Vorgehensweise eines eventuellen Widerrufes
des Rücktritts innerhalb Mitgliederversammlung, da Wünsche über   die Aufrecht Erhaltung meines Amtes geäußert
wurden.

4. Ist ein Widerruf, nachdem dieser Rücktritt nur innerhalb
der Vorstandschaft geäußert wurde, überhaupt möglich?

Viele Fragen, aber für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr
dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Nach ihrem Rücktritt als erster Vorsitzender sind sie nicht
mehr Mitglied des Vereinsvorstandes und sind daher auch nicht in die
Durchführung der Mitgliederversammlung einzubinden. Der Rücktritt ist eine
empfangsbedürftige Willenserklärung und wurde mit der Kenntnisnahme durch die
Vorstandskollegen mit sofortiger Wirkung rechtswirksam. Der Widerruf eines
Rücktritts ist grundsätzlich nicht möglich. Sie haben jedoch die Möglichkeit,
sich in der Mitgliederversammlung erneut zur Wahl zu stellen.

Wir empfehlen:
„Der ehrenamtliche Vereinsvorstand“, erhältlich für 9,95 € im örtlichen
Buchhandel (ISBN 978-3945202395), im Internetbuchhandel oder in unserem http://www.Vereinsbuchladen.de



















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